Notvorrat anlegen: Der komplette Ratgeber (BBK 2026)
Das BBK empfiehlt, Lebensmittel und Getränke für 10 Tage im Haus zu haben. Pro Person sind das rund 20 Liter Getränke und 14,5 kg Lebensmittel (etwa 2.200 kcal am Tag), für eine vierköpfige Familie 80 Liter und rund 58 kg. Am besten lagerst du nur, was du ohnehin isst, kaufst in Raten und verbrauchst immer die älteste Packung zuerst. Ein Grundvorrat kostet grob 100 Euro pro Person (Stand 2026).
Am 28. April 2025 gingen in Spanien und Portugal stundenlang die Lichter aus – bis in die Nacht. In Berlin legten Brandanschläge auf die Strominfrastruktur im September 2025 und im Januar 2026 zehntausende Haushalte für Tage lahm, beim zweiten Mal mitten im Winter. Wer in solchen Tagen einen Notvorrat hat, wartet ab. Wer keinen hat, hofft. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du in wenigen Wochen zur ersten Gruppe gehörst.
Was ist ein Notvorrat – und warum 10 Tage?
Ein Notvorrat ist ein Bestand an Lebensmitteln, Getränken und wichtigen Verbrauchsgütern, mit dem sich ein Haushalt eine bestimmte Zeit lang selbst versorgen kann, ohne einkaufen zu gehen und ohne auf Strom angewiesen zu sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt dafür einen Zeitraum von zehn Tagen.
Die zehn Tage sind kein Zufall. Bei einer großflächigen Lage – einem langen Stromausfall, einem Cyberangriff auf die Versorgung, einer Unwetterkatastrophe, einer Pandemie mit gestörten Lieferketten – können Behörden und Hilfsorganisationen nicht sofort jeden einzelnen Haushalt versorgen. Der TAB-Arbeitsbericht Nr. 141 des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag hat für einen großräumigen, lang andauernden Stromausfall beschrieben, dass schon nach wenigen Tagen eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung kaum noch sicherzustellen ist.
Auch die EU-Kommission hat reagiert: In ihrer Preparedness-Union-Strategie vom März 2025 empfiehlt sie, dass Bürgerinnen und Bürger mindestens 72 Stunden autark sein können. Die 72 Stunden sind die Untergrenze, die zehn Tage des BBK das Ziel.
Ein Notvorrat ist in Deutschland freiwillig und legal. Es gibt keine Pflicht und keine Obergrenze für den privaten Haushalt. Wer in ruhigen Zeiten nach und nach einkauft, „hamstert“ nicht, sondern folgt der offiziellen Empfehlung des Bundes.
Die BBK-Mengen im Überblick
Das BBK hat ausgerechnet, was ein Erwachsener für zehn Tage braucht, um mit rund 2.200 Kilokalorien am Tag ausgewogen versorgt zu sein. Die Empfehlung ist nach Lebensmittelgruppen gegliedert, nicht nach Produkten – welche Marke und Sorte du kaufst, entscheidest du.
| Lebensmittelgruppe (10 Tage) | 1 Person | 4 Personen | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Getränke | 20 L | 80 L | Wasser, Saft, Tee |
| Getreide, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis | 3,5 kg | 14 kg | Reis, Nudeln, Haferflocken, Knäckebrot |
| Gemüse, Hülsenfrüchte | 4,0 kg | 16 kg | Konserven, Gläser, rote Linsen |
| Obst, Nüsse | 2,5 kg | 10 kg | Obstkonserven, Apfelmus, Nüsse |
| Milch, Milchprodukte | 2,6 kg | 10,4 kg | H-Milch, Milchpulver, Hartkäse |
| Fisch, Fleisch, Eier | 1,5 kg | 6 kg | Fisch- und Fleischkonserven, Eier |
| Fette, Öle | 0,36 kg | 1,44 kg | Rapsöl |
| Lebensmittel gesamt | ≈ 14,5 kg | ≈ 58 kg | plus Zucker, Salz, Gewürze nach Bedarf |
Mengen nach BBK-Empfehlung; Hochrechnung linear. Alle Werte inklusive 2 Personen und mit Rechner findest du in der Notvorrat-Liste nach BBK.
Kalorienträger und Geschmacksträger
Ein guter Vorrat leistet drei Dinge: genug Energie, genug Eiweiß und genug von dem, was den Körper über zehn Tage bei Laune hält – Ballaststoffe, Vitamine, Geschmack. Am einfachsten denkst du in zwei Rollen. Kalorienträger wie Reis, Nudeln, Haferflocken, Öl, Zucker und Nüsse liefern den Großteil der Energie für sehr wenig Geld. Geschmacks- und Nährstoffträger wie Gemüse-, Obst-, Tomaten-, Fisch- und Bohnenkonserven machen daraus Mahlzeiten.
Ein reiner Dosenvorrat ist dagegen ein teurer Fehler: Fertiggerichte aus der Dose bestehen zum großen Teil aus Wasser, sind schwer, oft sehr salzig – und am vierten Tag Ravioli isst niemand mehr gern. Salz macht außerdem durstig, und Wasser ist im Notfall knapp.
Mindestens ein Drittel kalt essbar
Plane den Vorrat so, dass mindestens ein Drittel ohne Kochen essbar ist: Knäckebrot, Konserven, Nüsse, Erdnussbutter, Haferflocken mit H-Milch, Apfelmus. Fällt neben dem Strom auch dein Kocher aus oder geht das Gas zur Neige, isst die Familie trotzdem satt.
Was wirklich lange hält
Honig, Salz, Zucker und Essig sind bei trockener Lagerung praktisch unbegrenzt haltbar, weißer Reis, getrocknete Hülsenfrüchte, Hartweizennudeln und intakte Konserven viele Jahre. Alles mit Fett – Öl, Nüsse, Haferflocken, Vollkorn – wird nach Monaten bis etwa zwei Jahren ranzig und gehört in die Rotation. Die komplette Übersicht steht im Ratgeber lange haltbare Lebensmittel.
Wasser: der wichtigste Teil des Vorrats
Ohne Essen hält ein Mensch Wochen durch, ohne Wasser nur wenige Tage. Trotzdem ist Wasser der Teil, den die meisten Haushalte am schlechtesten geplant haben. Dabei kommt es im Ernstfall schnell nicht mehr aus der Leitung: In Hochhäusern laufen die Druckerhöhungspumpen elektrisch, Hausbrunnen auf dem Land ebenso, und auch Wasserwerke brauchen Strom für Pumpen und Aufbereitung.
Die Grundregel: 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, also 20 Liter für zehn Tage und 80 Liter für eine vierköpfige Familie – acht Kanister à 10 Liter. Kochen (etwa 0,5 bis 1 Liter) und Basishygiene (etwa 2 bis 3 Liter) pro Person und Tag kommen dazu. Bei Hitze, in der Stillzeit, bei Krankheit und für Haustiere brauchst du mehr.
Lagern
Gekauftes Mineralwasser rotiert wie Lebensmittel. Leitungswasser nur in lebensmittelechten Kanistern (Glas-Gabel-Symbol), sauber abgefüllt, mit Datum, kühl und dunkel, etwa halbjährlich erneuern. Wie viel du genau brauchst, zeigt der Ratgeber Wasservorrat anlegen mit Rechner.
Aufbereiten
Abkochen – mindestens eine Minute sprudelnd – tötet alle Krankheitserreger ab, aber keine Chemie. Filter mit 0,1 µm halten Bakterien und Parasiten zurück, Viren nicht. Den Vergleich aller Methoden findest du unter Wasser aufbereiten.
Die größte versteckte Wasserreserve im Haus ist oft der Warmwasserspeicher: im Einfamilienhaus häufig 120 bis 300 Liter, als elektrischer Wandspeicher in der Wohnung oft 30 bis 80 Liter. Dazu kommt die Badewanne mit rund 120 bis 200 Litern – wenn du sie in der ersten Stunde eines Stromausfalls füllst, solange noch Druck auf der Leitung ist. Heizungswasser dagegen ist niemals trinkbar.
Tiefer einsteigen? Kapitel 5 „Wasser“ und Kapitel 6 „Der 10-Tage-Vorrat“ im Krisenvorsorge-System zeigt dir den kompletten Plan.
Leseprobe ansehen →Notvorrat anlegen in 7 Schritten
Ein Notvorrat ist kein Riesenprojekt. Mit einer klaren Reihenfolge steht der Grundvorrat in wenigen Wochen, ohne dass es im Haushaltsbudget auffällt.
- Bestand aufnehmenWie viele Tage kämst du mit dem aus, was jetzt im Haus ist – ohne Kühlschrank und ohne Einkauf? Schreib auf, was schon da ist. Reis, Nudeln und ein paar Dosen zählen bereits.
- Bedarf berechnenPersonen × BBK-Mengen. Kinder darfst du wie Erwachsene rechnen, dann hast du einen Puffer. Haustiere, Babynahrung und Diätprodukte gesondert notieren.
- Sonderbedarfe zuerstDauermedikamente, Säuglingsnahrung, glutenfreie Produkte, Diabetes-Bedarf, Tierfutter: Das kannst du im Ernstfall nirgends borgen. Diese Dinge kommen ganz oben auf die Liste.
- Wasser besorgenDie ersten 20 Liter pro Person: Mineralwasser kaufen oder lebensmittelechte Kanister befüllen. Wasser ist der wichtigste und zugleich günstigste Teil.
- Lebensmittel in Raten kaufenBei jedem Wocheneinkauf für 20 bis 25 Euro Vorratsartikel mitnehmen – nur Dinge, die ihr ohnehin esst. Großpackungen und Eigenmarken senken die Kosten.
- Kochen, Licht, Hygiene ergänzenEin zugelassener Gaskocher mit Kartuschen, eine Stirnlampe pro Person, Batterien, ein Radio, Toilettenpapier, Müllbeutel, Händedesinfektion und eine geprüfte Hausapotheke.
- Einräumen, beschriften, rotierenFester Platz, Datum mit Edding groß auf jede Packung, neue Ware nach hinten, alte nach vorn. Zwei Kontrolltermine pro Jahr in den Kalender eintragen.
Was kostet ein Notvorrat?
Mit Discounter- und Eigenmarkenprodukten kostet ein 10-Tage-Grundvorrat nach BBK-Mengen grob 90 bis 100 Euro pro Person, für eine vierköpfige Familie etwa 270 bis 320 Euro (Stand 2026). Wer zusätzlich Kocher, Licht, Wasserfilter und Hausapotheke anschafft, landet als Familie bei rund 500 Euro. Der Trick: Kalorien kommen billig aus Trockenware und Öl, Konserven liefern Geschmack und Eiweiß. Spar-Prinzipien, einen Kalorien-Preisvergleich und den Raten-Plan findest du im Ratgeber Notvorrat günstig anlegen.
Kauf antizyklisch: an einem normalen Wochentag vormittags, in einer Zeit, in der niemand über Krisen spricht. Dann bekommst du alles zu normalen Preisen. Achte auf Aktionswochen – Konserven, Öl, Kaffee und Nudeln sind regelmäßig im Angebot. Und greif im Regal nach hinten: Dort steht oft die Ware mit dem längsten Mindesthaltbarkeitsdatum.
Rotation und Lagerung: So läuft nichts ab
Der häufigste Grund, warum Vorräte scheitern, ist nicht Geldmangel, sondern Frust: Nach drei Jahren steht die Hälfte abgelaufen im Keller und wird weggeworfen. Die Lösung heißt Rotation – oder in der Sprache der Lagerlogistik „First in, first out“: Was zuerst hineinkam, geht zuerst hinaus.
Du lagerst ausschließlich Dinge, die du ohnehin isst. Wenn im Alltag die Nudeln alle sind, holst du eine Packung aus dem Vorrat und schreibst sie auf den Einkaufszettel. Die neue Packung kommt nach hinten, die älteste steht immer vorn. So erneuert sich der Vorrat ständig, ohne dass du je etwas wegwirfst – und er kostet dich nach der ersten Investition keinen Cent extra.
Zwei Gewohnheiten machen das System dauerhaft: Schreib das Mindesthaltbarkeitsdatum mit einem dicken Edding groß auf jede Packung, und gehe das Regal zweimal im Jahr durch, zum Beispiel bei der Zeitumstellung. Alles, was in den nächsten Monaten das Datum erreicht, wandert in die Küche. Wichtig dabei: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Trockenware und intakte Konserven sind oft lange darüber hinaus einwandfrei. Gewölbte, stark verbeulte oder undichte Dosen gehören aber ungeöffnet in den Müll.
Der richtige Lagerort
Vier Feinde verkürzen die Haltbarkeit: Wärme, Feuchtigkeit, Licht und Schädlinge. Ideal ist ein Raum mit etwa 10 bis 20 °C, trocken und dunkel. Dachböden und Garagen, die sich im Sommer aufheizen, sind ungeeignet, feuchte Kelleraußenwände lassen Dosen rosten. Trockenware füllst du in Schraubgläser oder dicht schließende Vorratsdosen um, denn Lebensmittelmotten dringen durch Papier und dünne Folie. In kleinen Wohnungen funktioniert ein verteilter Vorrat: Kisten unter dem Bett, das obere Schrankfach, ein schmales Regal im Flur. Wer gehbehindert in einer oberen Etage wohnt, braucht den Vorrat dort, nicht im Keller.
Im Ernstfall: in dieser Reihenfolge essen
Fällt der Strom aus, isst du zuerst den Kühlschrank leer – geschlossen bleibt er nur grob vier Stunden kalt. Danach kommt die Tiefkühltruhe, die voll und geschlossen bis zu etwa 48 Stunden durchhält. Erst dann greifst du auf den lagerfähigen Vorrat zurück. Was in den ersten Stunden sonst noch zu tun ist, zeigt der Plan Stromausfall – was tun?.
Kochen ohne Strom und Hausapotheke
Warmes Essen ohne Risiko
Für die Wohnung kommt praktisch nur ein Gaskocher mit Kartuschen infrage, der vom Hersteller für gut belüftete Innenräume freigegeben ist – beim Kochen lüften, nie unbeaufsichtigt, einen CO-Melder nach EN 50291 in der Nähe. Eine vierköpfige Familie braucht für zehn Tage grob 1 kg Gas, also gut vier Kartuschen à 230 g, mit Reserve sechs bis acht. Eine Kochkiste – Topf aufkochen und sofort in eine isolierte Box stellen – spart oft die Hälfte des Brennstoffs.
Holzkohlegrill, Gasgrill, Terrassen-Heizstrahler und Notstromaggregate gehören niemals in Wohnung, Keller, Garage oder Zelt. Sie erzeugen Kohlenmonoxid, das farblos und geruchlos ist und tödlich sein kann. Erste Anzeichen fühlen sich an wie eine Erkältung: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Bei Verdacht: Fenster auf, alle ins Freie, 112.
Welcher Kocher sich eignet, wie viel Brennstoff du für ein, zwei oder vier Personen brauchst und wie die Kochkiste funktioniert, steht im Ratgeber Kochen ohne Strom.
Die Hausapotheke nicht vergessen
Wenn Apotheken und Arztpraxen geschlossen sind, werden kleine Verletzungen, Fieber oder Durchfall zur echten Belastung. Die BBK-Checkliste nennt die wichtigsten Bestandteile: persönliche Dauermedikamente, Schmerz- und Fiebermittel, Erkältungsmittel, Elektrolyt-Lösungen, Mittel gegen Durchfall, Wund- und Hautdesinfektion, Verbandmaterial, Fieberthermometer, Pinzette, Einmalhandschuhe. Für Dauermedikamente baust du mit deinem Arzt eine Reserve von einigen Wochen auf – etwa indem du das Folgerezept früher einlöst. Die komplette Liste mit Hinweisen zu Insulin und Jodtabletten findest du unter Hausapotheke für den Krisenfall.
Sonderbedarfe: Babys, Kranke, Senioren, Haustiere
Die BBK-Mengen sind für gesunde Erwachsene gerechnet. In fast jedem Haushalt gibt es aber jemanden, für den sie nicht passen – und genau diese Dinge lassen sich im Ernstfall am schwersten beschaffen.
Babys und Kleinkinder
Stillen ist die krisenfesteste Ernährung; die Mutter braucht dann mehr Wasser und Energie. Bei Flaschennahrung ist trinkfertige Säuglingsmilch ideal, weil sie weder Wasser noch Kochen braucht. Dazu Gläschen, Breiflocken, Windeln, Feuchttücher und ein Fieberthermometer.
Chronisch Kranke
Bei Diabetes: Insulin-Reserve mit dem Arzt besprechen, Teststreifen, Sensoren, Pen-Nadeln, Traubenzucker und eine Kühltasche mit Verdunstungskühlung. Bei Zöliakie: naturgemäß glutenfreie Lebensmittel wie Reis, Hirse, Mais und Kartoffelprodukte, separat gelagert.
Senioren
Kau- und Schluckprobleme bedenken: Haferbrei, Apfelmus, Suppen, Kartoffelpüree. Das Durstgefühl lässt im Alter nach, feste Trinkzeiten helfen. Ersatzbrille, Hörgerätebatterien und ein Medikationsplan auf Papier.
Haustiere
Futter für mindestens zehn Tage, besser zwei bis vier Wochen, dazu Wasser (Hunde grob 50 bis 100 ml pro kg Körpergewicht und Tag), Medikamente und eine Transportbox für den Fall einer Evakuierung.
Plane bewusst eine kleine Moral-Reserve ein: Schokolade, Kekse, der gewohnte Kaffee, Kakao für die Kinder. In einer Ausnahmelage hebt nichts die Stimmung so schnell wie etwas Vertrautes. Und einmal im Jahr eine „Vorrats-Woche“, in der die Familie nur aus dem Vorrat kocht, zeigt dir besser als jede Liste, was fehlt und was niemand mag.
Wie krisenfest bist du? Der 60-Sekunden-Check
Vorrat, Wasser, Licht, Bargeld, Dokumente, Familienplan: Mit zehn kurzen Fragen siehst du, wo dein Haushalt schon gut aufgestellt ist und wo die größten Lücken liegen.
Die 6 häufigsten Fehler beim Notvorrat
- Wasser „später“ kaufenLebensmittel sind schnell im Regal, das schwere Wasser wird aufgeschoben. Dabei ist es im Ernstfall die erste Engstelle.
- Nur DosenTeuer pro Kalorie, schwer, salzig, eintönig. Die Kalorienbasis gehört in Trockenware und Öl.
- Lagern, was niemand isstWas nicht gegessen wird, wird nicht rotiert, läuft ab und frustriert. Lagere euren normalen Speiseplan.
- Kein Plan fürs KochenTrockenbohnen ohne Herd sind fast wertlos. Für jedes Produkt gilt: Kann ich es ohne Strom zubereiten oder kalt essen?
- Sonderbedarfe vergessenMedikamente, Babynahrung, Tierfutter lassen sich im Ernstfall nicht borgen. Sie gehören zuerst in den Vorrat.
- Einmal kaufen, nie wieder anschauenOhne Rotation ist nach einigen Jahren ein Teil abgelaufen. Edding, fester Platz, zwei Termine im Jahr – mehr braucht es nicht.
Dieser Ratgeber gibt dir den Überblick. Im Krisenvorsorge-System von Verheimlicht gehen Kapitel 5 und 6 in die Tiefe: drei komplette Einkaufslisten für 100 €, 500 € und 1.000 €+ mit Mengen für 1 und 4 Personen, der Supermarkt-Plan für den Grundvorrat in rund 45 Minuten, der Entscheidungsbaum für jede Wasserquelle und zwei fertige Wasser-Ausrüstungen. Wie das Handbuch aufgebaut ist, zeigt die kostenlose Leseprobe.
Fang heute mit dem ersten Schritt an: Schau in deine Küche, zähl die Tage, die du ohne Einkauf durchhalten würdest – und schreib auf, was fehlt. In vier Wochen ist dein Haushalt sicherer als der der meisten Nachbarn.
Alle Ratgeber zum Thema Notvorrat
Häufige Fragen
Ab wann sollte man einen Notvorrat anlegen?
Am besten jetzt – in ruhigen Zeiten. Dann bekommst du alles zu normalen Preisen und nimmst niemandem etwas weg. Wer erst losgeht, wenn Engpässe gemeldet werden, steht oft vor leeren Regalen. Ein Vorrat, der nach und nach mit dem Wocheneinkauf wächst, steht nach wenigen Wochen.
Was ist der Unterschied zwischen Notvorrat und Notgepäck?
Der Notvorrat bleibt zu Hause und versorgt dich 10 Tage, wenn du nicht einkaufen kannst. Das Notgepäck ist ein gepackter Rucksack pro Person für den Fall, dass du die Wohnung schnell verlassen musst – mit Dokumenten, Medikamenten, Wasser und Proviant für kurze Zeit. Du brauchst beides. Die Packliste steht im Ratgeber Notgepäck & Fluchtrucksack.
Wie lange reicht ein Notvorrat nach BBK wirklich?
Die BBK-Mengen sind auf 10 Tage mit rund 2.200 kcal pro Person und Tag ausgelegt. Weil du im Ernstfall zuerst Kühlschrank und Tiefkühltruhe leerst, verlängert sich die Zeit in der Praxis um ein bis drei Tage. Kinder brauchen weniger als Erwachsene, sodass Familien zusätzlich etwas Puffer haben.
Wie sieht ein Notvorrat für Vegetarier oder Veganer aus?
Die Gruppe Fisch, Fleisch, Eier ersetzt du durch zusätzliche Hülsenfrüchte, Nüsse, Erdnussbutter und Samen. Milchprodukte lassen sich durch haltbare Pflanzendrinks ersetzen, die wie H-Milch im Alltag rotieren. Linsen mit Reis oder Bohnen mit Brot ergänzen sich in der Eiweißqualität gut.
Gehört Bargeld zum Notvorrat?
Ja. Bei einem Stromausfall funktionieren Kartenzahlung und Geldautomaten oft nicht. Etwas Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen gehört deshalb zur Notfallvorsorge. Wie viel sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber Wie viel Bargeld zu Hause?
Wie viel Platz braucht ein Notvorrat?
Für eine Person passen die rund 14,5 kg Lebensmittel grob in zwei bis drei stabile Kisten oder auf ein bis zwei Regalböden, dazu kommen zwei bis drei Sechserpacks Wasser. Eine Familie braucht etwa ein schmales Regal plus Platz für 80 Liter Getränke. Verteilt auf mehrere Orte klappt das auch in kleinen Wohnungen.